"Bei Proact habe ich fachlich noch einmal neu angefangen und mich vom Backup- und Storage-Bereich in die Azure-Welt weiterentwickelt. Heute fragen Kolleg:innen gezielt nach meiner Expertise."
Jannek Zinburg, System Engineer Microsoft & Modern Workplace
Kannst du uns ein wenig über deine Rolle als System Engineer Microsoft & Modern Workplace bei Proact erzählen?
Ich unterstütze unsere Geschäftskunden dabei, moderne, zuverlässige und zukunftsfähige IT-Arbeitsplätze aufzubauen und weiterzuentwickeln. Mein Aufgabengebiet reicht von Microsoft 365, Azure und Azure Virtual Desktop bis hin zu klassischen On-Premises-Infrastrukturen mit Windows Server und Exchange. Einen immer größeren Stellenwert nimmt dabei die Entwicklung von Automatisierungslösungen ein.
Neben der Technik spielt die Kommunikation eine zentrale Rolle. Ich analysiere Anforderungen und Störungen, stimme mich mit Geschäftskunden und Fachteams ab und entwickle gemeinsam mit ihnen Lösungen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern auch im Arbeitsalltag einen echten Mehrwert bieten. Dabei arbeite ich vollständig remote und bin überwiegend über Teams im Austausch. Zu Projekt-Kick-offs treffen wir uns gelegentlich auch vor Ort.
Wie würdest du deinen Arbeitsalltag bei Proact beschreiben?
Sehr abwechslungsreich. Morgens weiß ich oft noch nicht genau, welche Themen mich im Laufe des Tages erwarten. Manchmal beginnt der Tag mit der Analyse einer Störung in einer Kundenumgebung, an anderen Tagen setzen wir geplante Changes um oder ich entwickle mit PowerShell eine Automatisierungslösung. Hinzu kommen Abstimmungen mit Geschäftskunden, Kolleg:innen, Fachbereichen und dem Service Desk.
Besonders gefällt mir, dass ich viele Themen von der ersten Analyse bis zur fertigen Lösung begleiten kann. Den gesamten Prozess mitzugestalten und am Ende ein greifbares Ergebnis zu sehen, macht den Job für mich aus.
Wie hast du dich weiterentwickelt, seit du bei Proact bist?
Meine Geschichte bei Proact ist etwas ungewöhnlich: Ich war bereits acht Jahre im Unternehmen und damals im Backup- und Storage-Bereich tätig. Irgendwann hatte ich das Gefühl, mich fachlich nicht mehr ausreichend weiterzuentwickeln. Microsoft-Technologien fand ich dagegen schon immer spannend. Deshalb habe ich mich intensiv fortgebildet und einen kurzen Ausflug ins Consulting gemacht. Aus persönlichen Gründen bin ich anschließend zu Proact zurückgekehrt und im Bereich Microsoft Modern Workplace noch einmal neu gestartet.
Seit meiner Rückkehr habe ich mich fachlich und persönlich stark weiterentwickelt. Ich habe mehrere Herstellerzertifizierungen erworben und mich zuletzt intensiv mit Hydra beschäftigt, einer Lösung für Azure Virtual Desktop. Auch meine Arbeitsweise hat sich verändert: Ich gehe komplexe Themen strukturierter an, dokumentiere Entscheidungen nachvollziehbarer und stelle technische Lösungen für Geschäftskunden verständlicher dar. Wenn man tief in einem Thema steckt, hilft es, bewusst einen Schritt zurückzugehen und die Perspektive des Gegenübers einzunehmen. Heute übernehme ich deutlich mehr Verantwortung für Kundenthemen und interne Prozesse. Gleichzeitig profitiere ich weiterhin von meinem früheren Backup-Wissen. Der Wechsel war für mich die richtige Entscheidung. Ich habe viel Zeit und Energie investiert, und das hat sich gelohnt. Heute macht mir meine Arbeit wieder richtig viel Freude.
Was zeichnet Proact deiner Meinung nach als Arbeitgeber aus?
Bei Proact habe ich die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Das habe ich selbst erlebt: Ich habe mein Interesse an der Public Cloud eingebracht, Eigeninitiative gezeigt und mich intensiv in die Azure-Welt eingearbeitet. So konnte ich mir Schritt für Schritt einen neuen fachlichen Schwerpunkt aufbauen. Diese Entwicklungsmöglichkeiten schätze ich sehr.
Mindestens genauso wichtig ist für mich mein Team. Ich habe bereits bei verschiedenen Arbeitgebern gearbeitet, aber noch nie einen solchen Zusammenhalt erlebt. Wenn ich bei einem komplexen Thema nicht weiterkomme, kann ich auf die Erfahrung meiner Kolleg:innen zurückgreifen. Wir gehen gemeinsam ins fachliche Sparring und suchen nach dem besten Lösungsweg. Gleichzeitig bleibt die Verantwortung bei mir und ich habe den Freiraum, eigene Ideen zu entwickeln und ein Thema selbst zum Abschluss zu bringen. Im Team-Chat erlebe ich immer wieder, wie selbstverständlich Wissen geteilt und Unterstützung angeboten wird. Dieser Teamgeist motiviert mich enorm.
Hinzu kommt die Vielfalt der Kundenumgebungen. Als Dienstleister arbeiten wir für sehr unterschiedliche Geschäftskunden mit ebenso unterschiedlichen Anforderungen. Das fordert mich jeden Tag aufs Neue und gibt mir gleichzeitig die Möglichkeit, kontinuierlich dazuzulernen.
Gab es Herausforderungen in deiner Zeit als System Engineer Microsoft & Modern Workplace und wie bist du damit umgegangen?
Herausforderungen gehören bei uns zum Alltag. Unsere Geschäftskunden, Verträge und IT-Umgebungen unterscheiden sich stark. Manche Unternehmen bauen ihre Umgebung vollständig neu in Azure auf, andere arbeiten mit historisch gewachsenen Infrastrukturen und entsprechenden Altlasten. Eine Lösung nach Schema F gibt es deshalb selten. Entscheidend ist, zunächst die Umgebung, die Anforderungen des Geschäftskunden und die technischen Hintergründe genau zu verstehen und anschließend strukturiert vorzugehen.
Ein aktuelles Beispiel ist ein Azure-Virtual-Desktop-Projekt, bei dem wiederholt verwaiste Session Hosts aufgetreten sind. Wir haben die Umgebung detailliert analysiert und ein Skript entwickelt, das diese Hosts erkennt und nach einem festgelegten Verfahren entfernt. Dadurch werden Altlasten automatisiert bereinigt und unnötige Kosten vermieden. Die Umsetzung war anspruchsvoll, weil ich sowohl die verschiedenen Anwendungsfälle als auch das Zusammenspiel von Azure und Hydra berücksichtigen musste. Da wir in einer Produktivumgebung arbeiten, konnten wir das Skript nicht einfach ausrollen. Stattdessen haben wir die einzelnen Szenarien schrittweise getestet und die Logik gezielt validiert. So ist eine nachhaltige Lösung entstanden, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.
Eine weitere Herausforderung ist die Kommunikation, denn jeder Geschäftskunde ist anders. Es geht nicht nur darum, technisch die richtige Lösung zu finden, sondern auch den passenden Ton und eine gemeinsame Gesprächsebene. Die Perspektive der Menschen auf der anderen Seite zu verstehen, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Schließlich verfolgen wir alle dasselbe Ziel: eine gute und verlässliche Lösung.
Welcher Erfolg oder welches Erlebnis bei Proact macht dich besonders stolz?
Darauf gibt es für mich zwei Antworten. Zum einen bin ich stolz auf unsere Fortschritte bei der Automatisierung. Wir automatisieren immer mehr Prozesse, vom Patching bis zur Bereinigung von Altlasten im Virtual-Desktop-Bereich. Dadurch entlasten wir das Team und gewinnen Zeit für Prozessverbesserungen und weitere Kundenthemen. Besonders motiviert mich, wenn eine Lösung stabil funktioniert und sich perspektivisch auch bei weiteren Geschäftskunden einsetzen lässt. Dann entsteht ein echter Mehrwert für die Geschäftskunden, unser Team und Proact.
Zum anderen bin ich stolz auf meine persönliche Entwicklung. Ich habe mehrere Microsoft-Zertifizierungen erworben und mich intensiv in die Azure-Welt eingearbeitet. Heute kommen Kolleg:innen gezielt auf mich zu und fragen nach meiner Expertise. Dass ich diesen fachlichen Neustart geschafft habe, inzwischen in einem völlig anderen Bereich arbeite und meine Erfahrung dort geschätzt wird, ist für mich ein großer persönlicher Erfolg.