"Ich bin neugierig geblieben und habe neue Herausforderungen immer als Chance gesehen. So hat sich mein Weg weiterentwickelt, als ich es ursprünglich geplant hatte."
Laura Bink, Alliance Manager Microsoft & Citrix
Kannst du uns ein wenig über deine Rolle als Alliance Manager Microsoft & Citrix bei Proact erzählen?
Als Alliance Manager (oft auch Partner Manager genannt) bin ich die zentrale Schnittstelle zwischen Proact und unseren Herstellern Microsoft und Citrix.
Mein Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit den Herstellern weiterzuentwickeln und daraus neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei schaue ich immer auf drei Fragen: Was haben wir, was kann der Hersteller und was brauchen unsere Geschäftskunden? Auf dieser Basis überlege ich, wie wir diese Punkte verbinden und welcher Service daraus entstehen kann.
Dafür arbeite ich eng mit dem Vertrieb, den technischen Teams, den Herstellern und Partnern zusammen. Bei Citrix läuft der Kontakt zum Beispiel über unseren Partner Arrow. Zusätzlich bin ich in Kundenprojekte eingebunden. Die Themen reichen also von strategischen Herstellerinitiativen über Partnerprogramme bis zur Unterstützung in konkreten Projekten. Genau diese Vielfalt macht meine Rolle so spannend.
Kannst du uns einmal durch deinen typischen Tagesablauf mitnehmen?
Einen typischen Tag gibt es bei mir nicht, denn er hängt immer davon ab, welche Themen gerade anstehen. Ich arbeite komplett remote. Morgens fahre ich den Rechner hoch, hole mir einen Kaffee und sehe mir zuerst meine Termine an, um mich gegebenenfalls noch darauf vorzubereiten. Danach folgen die E-Mails, aus denen sich meist die Aufgaben des Tages ergeben.
Dazu kommt das Tagesgeschäft, zum Beispiel eine Kundensituation oder neue Informationen eines Herstellers, die ich einordnen oder hinterfragen muss. Gleichzeitig beschäftigt mich die Frage, wie wir uns gemeinsam mit den Herstellern weiterentwickeln können und wo Kolleg:innen Unterstützung brauchen.
Welche persönlichen oder fachlichen Fortschritte hast du bei Proact gemacht?
Meine Geschichte bei Proact ist eine Reise durch viele Bereiche. 2016 bin ich im Order Management der AHD gestartet, die später von Proact übernommen wurde.
Ich bin sehr wissbegierig. Wenn ich etwas anfange, möchte ich es auch wirklich verstehen. Deshalb habe ich mich früh in die Vertragsabwicklung für Managed Services eingearbeitet. Von dort aus bin ich Schritt für Schritt gewachsen: vom Order Management über das Inside Sales Management ins Contract Management. Microsoft hatte ich seit 2016 nebenbei mit betreut, für ein so großes Thema fehlte mir aber lange die Zeit. Umso mehr habe ich mich gefreut, Microsoft heute als Alliance Manager vollständig betreuen zu dürfen. Das Geschäft dahinter kannte ich bereits, deshalb war der Schritt für mich genau richtig.
Zusätzlich habe ich mich nebenberuflich weitergebildet. Vor ein paar Jahren habe ich die Weiterbildung zur Wirtschaftsinformatikerin absolviert. Dabei hat mich Proact unterstützt und die Weiterbildung bezahlt. Dieses Jahr kam noch der Abschluss als Certified Web Application Developer dazu. Auch diese zwölfmonatige Weiterbildung habe ich neben der Arbeit gemacht.
Was schätzt du besonders an Proact als Arbeitgeber?
An Proact schätze ich besonders die Kombination aus Eigenverantwortung, Vertrauen und Teamgeist. Ich darf Themen aktiv mitgestalten und eigene Ideen einbringen, bin dabei aber nie auf mich allein gestellt.
Ein gutes Beispiel ist der Zusammenschluss mit den übernommenen Unternehmen AHD und Sepago. Auch im Microsoft-Umfeld musste alles zusammengeführt werden. Ich durfte mitüberlegen, wie wir das am besten angehen und wer es leisten kann. Meine Ideen waren gefragt. Das hat mir großen Spaß gemacht, vor allem weil ich dabei viel Unterstützung von meinen Kolleg:innen bekommen habe.
Außerdem finde ich sehr schön, dass Proact seine Mitarbeitenden bei ihrer Entwicklung unterstützt. Wer sich weiterbilden möchte, stößt auf offene Türen, denn das Unternehmen profitiert genauso davon, wenn wir wachsen. Ich selbst bin dafür das beste Beispiel, wenn ich daran denke, wo ich gestartet bin und wo ich heute stehe.
Besonders wichtig ist mir der Umgang miteinander. Obwohl wir in Deutschland rund 200 Mitarbeitende sind und zur Proact Group gehören, ist der Umgang offen und unkompliziert. Das zieht sich durch alle Ebenen, bis hin zur Führung. Man begegnet sich auf Augenhöhe.
Was fordert dich in deiner Rolle als Alliance Manager Microsoft & Citrix am meisten?
Am meisten fordert mich die hohe Dynamik bei Microsoft und Citrix. Programme, Lizenzierungsmodelle, Anforderungen und auch die strategische Ausrichtung verändern sich laufend. Ich möchte diese Entwicklungen früh verstehen und ihre Auswirkungen auf unser Geschäft einschätzen. So kann ich den Vertrieb ebenso wie die Technik bestmöglich unterstützen.
Dazu kommt, dass viele Themen gleichzeitig auf meinem Tisch landen. Dann heißt es, Prioritäten zu setzen und trotzdem alles im Blick zu behalten. Gerade die Kombination aus strategischer Arbeit, Herstellerwissen und der Zusammenarbeit mit vielen Fachbereichen macht meine Rolle so anspruchsvoll und abwechslungsreich.
Was ist für dich persönlich ein Highlight deiner bisherigen Zeit bei Proact?
Mein Highlight ist das große Ganze: Mir wurden über die Jahre bei Proact immer wieder neue Chancen und Herausforderungen geboten. Dadurch durfte ich viele Bereiche kennenlernen und in meine heutige Rolle hineinwachsen.
Besonders schön ist, dass viele Kolleg:innen aus meiner Anfangszeit noch dabei sind. Wir haben gemeinsam viele Höhen und Tiefen erlebt. Das verbindet.
Was macht die Arbeit als Woman in IT bei Proact so besonders?
Bei Proact steht nicht das Geschlecht im Vordergrund, sondern der Mensch mit seinen Fähigkeiten. Das finde ich persönlich sehr wichtig. Ich habe immer das Gefühl bekommen, dass bei Proact Engagement, Fachwissen und Eigeninitiative zählen.
Trotzdem finde ich es wichtig, dass wir Frauen in der IT sichtbar sind. Noch immer gilt die IT-Branche als Männerdomäne, dabei leisten wir Frauen genau dasselbe. Oft bringen wir vielleicht sogar etwas mehr Kreativität mit. Unabhängig vom Geschlecht sind unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen immer ein echter Mehrwert.
Mein Rat an alle Frauen, die über einen Einstieg nachdenken: Lasst euch nicht abschrecken und steht selbstbewusst eure Frau.